Wer seinen Garten professionell anlegen lassen möchte, rechnet bei einer kompletten Neuanlage grob mit etwa 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutet: Was es kostet, einen Garten anlegen zu lassen, hängt stark von der Größe, den gewünschten Elementen und dem Aufwand ab. Für einen durchschnittlichen Garten von 200 Quadratmetern können das also schnell 20.000 bis 36.000 Euro sein.
Was beeinflusst die Kosten am meisten?
Der Preis für einen neu angelegten Garten setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Die wichtigsten zijn:
- Größe des Gartens: Je mehr Quadratmeter, desto höher der Gesamtpreis. Der Preis pro Quadratmeter kann jedoch bei größeren Flächen etwas sinken.
- Gewünschte Elemente: Terrasse, Wege, Rasen, Bepflanzung, Zäune oder Mauern treiben die Kosten jeweils einzeln in die Höhe.
- Zustand des Bodens: Ist der Boden steinig, stark verdichtet oder muss erst Aushub entfernt werden, steigen die Arbeitskosten.
- Materialwahl: Naturstein kostet mehr als Beton- oder Verbundpflaster. Hochwertige Pflanzen sind teurer als einfache Standardbepflanzung.
- Region: In Ballungszentren und Städten liegen die Stundenlöhne für Garten- und Landschaftsbauer oft höher als auf dem Land.
Was kostet es einen Garten anlegen zu lassen: Die einzelnen Posten
Ein Gartenprojekt besteht selten aus einem einzigen Auftrag. Es gibt verschiedene Leistungen, die unterschiedlich viel kosten. Hier ein Überblick über typische Kostenpunkte:
- Gartenplanung: Wer seinen Garten professionell planen lässt, zahlt für einen Gartenplaner oder Gartenarchitekten. Die Planung allein kann mehrere Hundert bis einige Tausend Euro kosten, je nach Aufwand und Größe.
- Erdarbeiten: Das Abgraben, Planieren und Vorbereiten des Bodens zählt oft zu den teuersten Posten. Dieser Aufwand variiert stark je nach Ausgangssituation.
- Terrasse: Eine einfache Terrasse aus Betonplatten kostet deutlich weniger als eine aus Naturstein. Auch Holzterrassen liegen im mittleren Preisbereich.
- Wege und Pflasterung: Gepflasterte Wege und Zufahrten werden oft nach Quadratmeter abgerechnet. Die Materialkosten spielen hier eine große Rolle.
- Rasen: Rollrasen ist schneller, aber teurer als Grassaat. Beim Rollrasen kommen noch Verlegekosten dazu.
- Bepflanzung: Bäume, Sträucher und Stauden unterscheiden sich stark im Preis. Ein ausgewachsener Baum kann allein schon mehrere Hundert Euro kosten.
- Zäune und Mauern: Je nach Material und Länge können diese Elemente den Gesamtpreis erheblich erhöhen.
Lohnt sich eine professionelle Gartenplanung?
Viele unterschätzen den Wert einer guten Planung. Wer zuerst einen Gartenplaner einschaltet, spart am Ende oft Geld. Ein Fachmann erkennt, welche Elemente zueinander passen, welche Pflanzen am Standort funktionieren und wie der Garten langfristig pflegeleicht bleibt. Fehler in der Planung kosten später mehr als das Planungshonorar selbst.
Ein Garten- und Landschaftsbauer prüft außerdem den Boden, die Bodenbeschaffenheit und eventuelle Besonderheiten des Grundstücks. So gibt es am Ende weniger böse Überraschungen.
So sparst du beim Anlegen des Gartens Kosten
Wer das Budget im Blick behalten möchte, kann an verschiedenen Stellen selbst anpacken oder smarter planen:
- Einfache Arbeiten wie Pflanzen einsetzen oder Rasen mähen selbst erledigen.
- Kleinere Pflanzen kaufen statt großer, ausgewachsener Exemplare. Sie wachsen meist schnell nach.
- Den Garten in Etappen anlegen statt alles auf einmal. So verteilt sich die Ausgabe über mehrere Jahre.
- Mehrere Angebote von verschiedenen Gartenbaubetrieben einholen und vergleichen.
- Einfache Materialien wählen und nur an Stellen, die wirklich auffallen, in hochwertigere Optionen investieren.
Wann lohnt es sich, alles vom Profi machen zu lassen?
Bei größeren Projekten, schwierigen Böden oder wenn wenig Eigenzeit vorhanden ist, ist es sinnvoll, den gesamten Garten durch einen Fachbetrieb anlegen zu lassen. Auch wer ein stimmiges Gesamtbild möchte und sich mit Pflanzen nicht auskennt, ist bei einem Garten- und Landschaftsbauer gut aufgehoben. Das Ergebnis ist in der Regel langlebiger und pflegeleichter als ein Garten, der ohne Plan angelegt wurde.
Wichtig: Lass dir immer einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben, bevor du einen Auftrag vergibst. So weißt du genau, was auf dich zukommt, und kannst verschiedene Betriebe fair miteinander vergleichen.
Veelgestelde vragen
Welche Kosten kommen bei einer Gartenplanung noch vor den eigentlichen Baukosten?
Vor den eigentlichen Bauarbeiten fallen oft Planungskosten an. Ein Gartenplaner oder Gartenarchitekt erstellt einen Entwurf und übernimmt die Detailplanung. Diese Leistung wird separat berechnet und ist nicht im Preis für das Anlegen selbst enthalten. Es lohnt sich, vorher genau nachzufragen, was im Angebot des Betriebs enthalten ist.
Gibt es einen Unterschied zwischen Garten anlegen lassen und Gartengestaltung?
Gartengestaltung bezieht sich meist auf die Planung und das Design: Wie soll der Garten aussehen? Das Anlegen ist die praktische Umsetzung davon. Beides kann von einem einzigen Betrieb übernommen werden, aber es sind zwei verschiedene Leistungen mit jeweils eigenen Kosten.
Muss ich für einen kleinen Garten genauso viel pro Quadratmeter zahlen?
Bei kleineren Gärten ist der Preis pro Quadratmeter oft etwas höher als bei größeren Flächen. Das liegt daran, dass viele Aufwände wie An- und Abfahrt, Maschinenaufstellung und Planungszeit unabhängig von der Größe anfallen. Ein kleiner Garten von etwa 50 Quadratmetern kann daher prozentual teurer sein als eine große Fläche.
Wie lange dauert es, einen Garten professionell anlegen zu lassen?
Die Dauer hängt stark von der Größe und dem Umfang des Projekts ab. Für einen mittelgroßen Garten rechnet man in der Regel mit einigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Bei aufwendigen Projekten mit Mauerwerk, Terrasse und großer Bepflanzung kann es länger dauern.

