Badezimmer renovieren: was kostet es wirklich?

Eine Badsanierung kostet je nach Größe und Ausstattung zwischen etwa 5.000 und 20.000 Euro oder mehr. Wer wissen möchte, was kostet Badezimmer Renovierung wirklich, bekommt hier eine klare Übersicht über alle wichtigen Kostenfaktoren und wie man das Budget sinnvoll plant.

Womit hängen die Kosten zusammen?

Die Gesamtkosten einer Badrenovierung hängen von mehreren Faktoren ab. Der größte Einfluss kommt von der Größe des Badezimmers, dem Umfang der Arbeiten und dem gewählten Preisniveau der Ausstattung. Ein kleines Bad von etwa 6 Quadratmetern kostet nach Schätzungen zwischen 5.400 und 21.000 Euro, je nachdem ob man günstige oder hochwertige Materialien wählt und wie viel man selbst macht.

Auch der Zustand des alten Bades spielt eine Rolle. Wenn Wasserleitungen oder Abflüsse verlegt werden müssen, steigen die Kosten erheblich. Dasselbe gilt, wenn Wände versetzt oder neue Elektroleitungen gelegt werden sollen.

Was kosten die einzelnen Elemente?

Um die Kosten für eine Badezimmer Renovierung gut einschätzen zu können, lohnt es sich, die wichtigsten Posten einzeln anzuschauen:

  • Badewanne: Eine Standardbadewanne kostet ab etwa 150 Euro. Eck- oder freistehende Modelle kosten rund 400 Euro und mehr.
  • Dusche: Eine einfache Duschwanne mit Abtrennung beginnt bei rund 300 bis 500 Euro für das Material. Bodengleiche Duschen sind teurer in der Montage.
  • Toilette: Einfache WC-Modelle sind ab rund 100 bis 200 Euro erhältlich. Wand-WCs mit Vorwandinstallation kosten mehr.
  • Waschbecken und Unterschrank: Hier beginnen die Preise bei etwa 100 Euro für einfache Modelle, nach oben gibt es kaum Grenzen.
  • Armaturen: Einfache Armaturen für Waschbecken, Dusche und Badewanne kosten zusammen oft 200 bis 600 Euro oder mehr.
  • Fliesen: Günstige Fliesen gibt es ab etwa 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Hochwertige Großformatfliesen kosten 50 Euro und mehr pro Quadratmeter.
  • Handwerkerkosten: Das ist oft der größte Posten. Sanitärinstallateur, Fliesenleger und Elektriker rechnen jeweils nach Stunde oder Pauschal ab. Die Arbeitskosten können leicht die Hälfte oder mehr der Gesamtkosten ausmachen.

Wie viel kostet der Handwerker?

Die Handwerkerkosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In Fachforen berichten Fachleute, dass der Baupreisindex zuletzt stark angestiegen ist. Wer früher mit 15.000 bis 17.500 Euro für eine vollständige Badsanierung geplant hat, muss heute nach Schätzungen eher mit mehr rechnen. Für ein komplettes Bad mit neuer Einrichtung, frischen Fliesen und sämtlichen Anschlussarbeiten sind Gesamtkosten ab 15.000 Euro aufwärts realistisch, wenn alles von Fachbetrieben übernommen wird.

Wer mehrere Angebote einholt, kann hier oft einige hundert bis tausend Euro sparen. Mindestens drei Angebote zu vergleichen lohnt sich fast immer.

Wie viel kann man durch Eigenleistung sparen?

Wer handwerklich geschickt ist, kann einen Teil der Arbeiten selbst übernehmen. Das betrifft vor allem das Streichen der Wände, das Verlegen einfacher Bodenbeläge oder den Abbau alter Badmöbel. Installationsarbeiten an Wasser und Elektrik sollte man dagegen Fachleuten überlassen, auch aus versicherungsrechtlichen Gründen.

Durch Eigenleistung lässt sich grob geschätzt ein Viertel bis ein Drittel der Arbeitskosten einsparen. Das kann je nach Umfang mehrere tausend Euro ausmachen.

Praktische Checkliste vor der Renovierung

  • Legen Sie fest, was alles erneuert werden soll: nur Oberflächen oder auch Leitungen und Anschlüsse?
  • Messen Sie die Fläche Ihres Badezimmers, um Materialbedarf zu berechnen.
  • Holen Sie mindestens drei Angebote von verschiedenen Handwerksbetrieben ein.
  • Planen Sie einen Puffer von rund 10 bis 15 Prozent für unvorhergesehene Kosten ein.
  • Prüfen Sie, ob Fördermittel in Frage kommen, etwa für barrierefreies Umbauen.
  • Klären Sie im Vorfeld mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung, ob Genehmigungen nötig sind.

Gibt es Fördermittel für eine Badsanierung?

In bestimmten Fällen gibt es staatliche Unterstützung. Wer das Bad barrierefrei umbaut, zum Beispiel mit einer bodengleichen Dusche oder Haltegriffen für ältere oder eingeschränkte Personen, kann unter Umständen Zuschüsse oder günstige Kredite erhalten. In Deutschland bietet zum Beispiel die KfW entsprechende Programme an. Es lohnt sich, das vor Beginn der Renovierung zu recherchieren.

Wie lange dauert eine Badrenovierung?

Wie lange die Renovierung dauert, hängt vom Umfang der Arbeiten ab. Ein einfaches Auffrischen mit neuen Fliesen und Armaturen ist manchmal in wenigen Tagen erledigt. Eine vollständige Kernsanierung, bei der alles neu gemacht wird, kann zwei bis vier Wochen dauern. In dieser Zeit ist das Bad meist nicht nutzbar, was bei der Planung zu bedenken ist.

Häufige Fragen zur Badezimmer Renovierung und den Kosten

Was kostet es, ein kleines Bad von 6 Quadratmetern komplett zu renovieren?
Die Kosten für die Renovierung eines 6 Quadratmeter großen Bades liegen je nach Ausstattung und Eigenleistung schätzungsweise zwischen 5.400 und 21.000 Euro. Bei einfacher Ausstattung und etwas Eigenleistung bleibt man eher im unteren Bereich. Wer hochwertiges Material wählt und alles vom Fachbetrieb erledigen lässt, landet schnell im oberen Bereich.

Warum sind die Kosten für Badsanierungen zuletzt so stark gestiegen?
Der Baupreisindex ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Das bedeutet, dass sowohl Materialien als auch Handwerkerleistungen deutlich teurer geworden sind. Schätzungen aus Fachkreisen sprechen von einem Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber früheren Jahren, was Richtwerte von vor einigen Jahren heute kaum noch realistisch macht.

Kann man bei der Badsanierung Steuern sparen?
Wer in seiner selbst genutzten Immobilie renoviert, kann Handwerkerleistungen unter Umständen steuerlich geltend machen. In Deutschland sind 20 Prozent der Lohnkosten bis zu einem bestimmten Höchstbetrag als Steuerermäßigung absetzbar. Materialkosten sind davon ausgenommen. Eine Beratung beim Steuerberater lohnt sich hier.

Was ist der Unterschied zwischen Renovierung und Sanierung im Bad?
Bei einer Renovierung werden vor allem Oberflächen aufgefrischt, also Fliesen, Farbe oder Armaturen ausgetauscht. Eine Sanierung geht tiefer: dabei werden auch Leitungen, Abflüsse, Elektrik oder die Bausubstanz erneuert. Eine Sanierung ist aufwändiger und in der Regel teurer als eine reine Renovierung.

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